2015 Jury

 

Philipp Steffens, Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg, gründete noch im Abschlussjahr 2006 zusammen mit einigen Kommilitonen seine erste eigene Produktionsfirma, mit der er auch die internationale Koproduktion „8“ mit namhaften Regisseuren wie Gus Vant Sant, Jane Campion, Wim Wenders u.v.m. produzierte. Der Film gewann 2009 den „Cinema for Peace Award“ und lief weltweit auf Festivals. Es folgte die Erfolgsserie „Der letzte Bulle“, die 2010 für den Bayerischen Fernsehpreis nominiert wurde. Im Jahr darauf folgten die Nominierungen für den Grimme Preis, den Jupiter Award und die Goldene Kamera, sowie die Auszeichnung mit dem Bayerischen Fernsehpreis 2011. In 2012 gewann die Serie dann den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie "Beste Serie". 

Seit 01. März 2014 ist Philipp Steffens als Bereichsleiter der Abteilung Fiction bei RTL Television GmbH tätig und Mitglied des Förderausschusses der Filmstiftung NRW und FFF.

 

Selim Pekin Güngör ist Kreativstratege bei VICE Media Deutschland, wo er massgeschneiderte Kommunikationsstrategien und Content-Lösungen für Marken entwickelt, die versuchen jüngere Zielgruppe zu erreichen. Er hat Drehbuch in London studiert und beim Film & Fernsehen angefangen, weshalb er jedes neue Projekt aus der Perspektive der Zielgruppe angeht. VICE ist das weltweit führende Jugendmedienunternehmen, spezialisiert auf die Kreation und Distribution von Inhalten.


Oona-Devi Liebich wurde 1984 in Leipzig geboren. Bereits mit sechs Monaten zog sie mit ihrer Mutter nach Berlin. Im Jahre 2000 wurde sie durch einen Talentscout auf dem Schulhof für die Hauptrolle in der Literaturverfilmung CRAZY entdeckt. Seitdem spielte sie in diversen Kino- und TV-Produktionen u.a. von Regisseuren wie Hans-Christian Schmid, Tom Tölle, Uwe Janson, Carlo Rola, Rainer Matsutani. 2012 stieg sie bei MACCHIATO PICTURES als Creative Producerein. Mit NICHT SCHON WIEDER RUDI! gibt sie in der Zusammenarbeit mit Ismail Sahin ihrDebüt als Drehbuchautorin und Regisseurin.

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Prof. Dr. Markus Kuhn, Süddänische Universität, Odense

Bionote

Markus Kuhn ist Professor für Medienwissenschaft am Department for the Study of Culture der Süddänischen Universität, Odense. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Film-und Medien-Narratologie, Webserien, Filmgenres und Genretheorie, biographischer Spielfilm, transmediales Storytelling, Erzählen im Internet, Comic- und Animations(film)forschung, Film und Fernsehen im Web, YouTube und Faktualität/Fiktionalität.

Markus Kuhn hat Germanistik, Medienkultur, Kunstgeschichte und Publizistik in Göttingen und Hamburg studiert und als freier Journalist für verschiedene Print- und Onlinemedien gearbeitet. Seine Magisterarbeit  zum  Thema  „Erzählsituationen in Literatur und Film. Der Roman Berlin Alexanderplatz und seine filmischen Adaptionen“ wurde mit dem Karl H. Ditze-Preis für herausragende Examensarbeiten ausgezeichnet. Von 2006 bis 2008 war er Lehrbeauftragter am Institut für Medien und Kommunikation der Universität Hamburg und von 2008 bis 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc) und Leiter der Doktorandengruppe „Die Textualität des Films“ an der Universität Bremen.

Von 2010 bis 2015 war Markus Kuhn Juniorprofessor für Medienwissenschaft am Institut für Medien und Kommunikation der Universität Hamburg, wo er unter anderem das Erzähltheoretische Kolloquium (ETK) gegründet und geleitet hat. Als stellvertretender Direktor der Arbeitsstelle für graphische Literatur (ArGL) war er an der Entwicklung und Organisation des Roland Faelske-Preises für Forschungen zu Comic und Animationsfilm beteiligt. Seit Anfang 2015 leitet Markus Kuhn das bis Ende 2017 laufende Forschungsprojekt „Ästhetische Prozesse und Aneignungspraktiken in interaktiven und pseudo-authentischen Webserien“, das Teil des interdisziplinären Forschungsverbunds „Übersetzen und Rahmen: Praktiken medialer Transformationen“ ist. In Form des „WebserienBlogs“ (webserie.blogspot.de) dokumentiert Markus Kuhn mit seinem Team die Entwicklungen der deutsprachigen Webserien-Landschaft.

Markus Kuhns Dissertation Filmnarratologie: Ein erzähltheoretisches Analysemodell, die mit dem Absolventenpreis der Studienstiftung Hamburg ausgezeichnet wurde, ist 2011 als Hardcover und 2013 als Taschenbuch bei de Gruyter erschienen. Markus Kuhn ist Mitglied in verschiedenen wissenschaftlichen Experten- und Beiräten, u.a. im Editorial Board derNarratologia-Reihe von de Gruyter.

Zu seinen neuesten Publikationen gehören:

„Filmwissenschaftliche Genreanalyse. Eine Einführung“ (hrsg. zusammen mit I. Scheidgenand N. V. Weber), Berlin/Boston: de Gruyter 2013.

„Web Series between User-Generated Aesthetics and Self-Reflexive Narration: On the Diversification of Audiovisual Narration on the Internet“, in: J. Alber/P. K. Hansen (Hgg.): Beyond Classical Narration: Transmedial and Unnatural Challenges, Berlin/Boston: de Gruyter 2014, 137-160.

„(Un)reliability in Fictional and Factual Audiovisual Narratives on YouTube“, in: V. Nünning (Hg.): Unreliable Narration and Trustworthiness: Intermedial and Interdisciplinary Perspectives, Berlin/Munich/Boston: de Gruyter 2015, 245-271.

„Narrative Mediation in Comics: Narrative Instances and Narrative Levels in Paul Hornschemeier’s The Three Paradoxes“, in: D. Birke/T. Köppe (Hgg.): Author and Narrator. Transdisciplinary Contributions to a Narratological Debate, Berlin/Munich/Boston: de Gruyter 2015, 235-261 [zusammen mit A. Veits].


Athena Wickham ist seit über 15 Jahren als Entwicklerin für TV-Sendungen und Produzentin in der Filmbranche tätig. In den vergangenen 10 Jahren hat sie an J.J. Abrahams' Bad Robot, Fringe und Person of Interest gearbeitet. Sie war ebenfalls als Produzentin an Westwood für HBO beteiligt. Seit kurzem ist Athena Wickham bei Jonah Nolan’s und Lisa Joy’s Produktionsfirma Kilter Films als TV- entwicklerin tätig.


Jury-Präsident

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Karsten Kastelan ist der Berliner Korrespondent für das englischsprachige Fachmagazin The Hollywood Reporter und freier Mitarbeiter der deutschen Tageszeitung Die Welt.

Er wurde 1970 geboren und betätigte sich zunächst als Filmjournalist, um dann 1991 mit dem legendären Filmproduzenten Roger Corman in Los Angeles an mehreren Projekten zu arbeiten. Er beschloss in Los Angeles zu bleiben und arbeitete dort unter anderem als Regieassistent, PR-Fachkraft, Toningenieur, Statist und Manager – vor allem aber als Kritiker und Journalist für deutsche Publikationen und Radiosender.

 1999 kehrte Kastelan nach Deutschland zurück und ließ sich in Berlin nieder, um sich auf seine journalistische Arbeit zu konzentrieren – in diesem Fall eine Kolumne für kino.de und telekom.de. Er arbeitete außerdem (sukzessive) als Korrespondent für Screen International, The Hollywood Reporter und Moving Pictures.

 Seine Juryarbeit führte ihn unter anderem zu Festivals in London, Dubai, München und Palm Springs. 

Neben dem Journalismus arbeitet Kastelan als Consultant für Medienfirmen, Anwaltskanzleien und Investoren in den Bereichen Medieninvestitionen, digitale Distribution und finanzielle Analyse